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Online-Tagung: Tierhaltung und Weidemanagement im Biolandbau

 

Von 9. bis 10. Juni 2021 findet eine Online-Fachtagung zum Thema „Mensch und Tier im Mittelpunkt der neuen EU-Bio-Verordnung – Tierhaltung und Weidemanagement im Biolandbau” statt. 

Veranstalter ist das Netzwerk Zukunftsraum Land in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaftskammer Österreich, Bio Austria, IG Biokontrollstellen und der HBLFA Raumberg-Gumpenstein.

Ziel der Veranstaltung ist es, die Chancen und Herausforderungen in Hinblick auf die Umsetzung der neuen EU-Bio-Verordnung in Europa aus Sicht der Praxis, Beratung und Kontrolle darzustellen sowie Interpretationsbereiche der neuen Rechtsvorschriften auszuleuchten und Lösungsansätze und Perspektiven für die Praxis aufzuzeigen.

Details zur Veranstaltung siehe https://www.zukunftsraumland.at/veranstaltungen/9680.

Eine Anmeldung ist online bereits möglich – Anmeldefrist ist der 07. Juni 2021.

Bio-KontrollorIn für Verarbeitung/Handel/Gastronomie (Nebentätigkeit, Basis Werkvertrag)

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ab 2021: Antragstellung für Anbindehaltung

Neu ab 1.1.2021: Anträge über VIS-Datenbank stellen

Bedingt durch ein laufendes Prüfverfahren der Europäischen Kommission und die neue EU-Bio-Verordnung sind wesentliche Änderungen bei den Antragsverfahren notwendig. Diese Änderungen betreffen sowohl Biobäuerinnen und Biobauern als auch die Behörden auf Bundes- und Landesebene und die Kontrollstellen.

Folgende Anträge sind einzelbetrieblich zu stellen und nicht mehr pauschal genehmigungsfähig:
• Antrag auf temporäre Anbindehaltung von Rindern (Kleinbetriebsregelung)
• Antrag auf bestimmte Eingriffe bei Rindern, Schafen und Ziegen (betriebsbezogen)
• Antrag auf bestimmte Eingriffe bei Rindern (fallweise)

Ab dem Jahr 2021 wird das bestehende Verbrauchergesundheits informationssystem (VIS) bei der Statistik Austria (STAT) um eine Plattform für die Meldungen der Bio-Betriebe erweitert. Im Fall des Bedarfs der Inanspruchnahme dieser Ausnahmeregelungen ist eine direkte Antragstellung per Internet im VIS verpflichtend. Biobäuerinnen und Biobauern können derzeit allerdings auch die Hilfestellung von BIO AUSTRIA Landesverbänden und Landwirtschaftskammern (im VIS als “Servicestelle” bezeichnet) in Anspruch nehmen und auf diesem Wege ihre Anträge abgeben. Wer sich bereits jetzt näher über das Antragsverfahren informieren möchte, findet unter vis.statistik.at/schulungsunterlagen weiterführende Unterlagen.

Wer muss einen Antrag stellen?
• Alle Rinder haltenden Bio-Betriebe, die bisher oder zukünftig die Rinder temporär in Anbindung halten (sogenannte Kleinbetriebsregelung).
• Alle tierhaltenden Bio-Betriebe, die – betriebsbezogen oder fallweise – bestimmte physische Eingriffe an Rindern, Schafen oder Ziegen begründeter Weise vornehmen möchten.

Antragstellung und Fristen
Alle Anträge auf temporäre Anbindehaltung von Rindern (zeitweise Anbindehaltung mit Auslauf und Weide) müssen zukünftig über das VIS gestellt werden. In diesem elektronischen System werden Anträge automatisch an die zuständige Behörde (Land) weitergeleitet. Damit wird auch Ihre Kontrollstelle informiert, dass ein Antrag gestellt wurde. Wird dem jeweiligen Antrag stattgegeben, stellt die Behörde einen zustimmenden Bescheid aus, der schriftlich an den Bio-Betrieb ergeht. Dieser Bescheid muss bei der Bio-Kontrolle vorgelegt werden. Die Antragstellung sollte ab Jahresbeginn 2021 umgehend, spätestens aber bis 15.05.2021 erfolgen.

Auch die Anträge für bestimmte Eingriffe an Rindern, Schafen und Ziegen sind zukünftig über das VIS-System zu stellen. Das betrifft das Entfernen der Hornanlage und das Kupieren von Schwänzen bei Schafen. Für alle betriebsbezogenen Ausnahmegenehmigungen, für die bereits 2020 ein gültiger Antrag gestellt wurde, wie zum Beispiel das Entfernen der Hornanlage bei Kälbern unter 6 Wochen, muss aufgrund der dreijährigen Gültigkeit der Genehmigung erst Ende 2022 wieder ein Antrag im VIS-System gestellt werden. Anträge für eine fallweise Ausnahmegenehmigung, wie zum Beispiel das Enthornen von Kälbern älter als 6 Wochen, sind bereits ab 2021 über das VIS-System zu stellen.

Servicestellen unterstützen in Beratung und Antragstellung
Die Antragstellung im VIS ist grundsätzlich sehr benutzerfreundlich und selbsterklärend gestaltet. Sie kann von zu Hause aus durchgeführt werden. Ab Jänner 2021 bietet die Geschäftsstelle der AGES einige Online-Schulungen zur Antragstellung im VIS für die Biobäuerinnen und Biobauern an. In den Schulungen wird gezeigt, wie der/die AntragstellerIn zu den VIS-Zugangsdaten kommt und worauf bei der Antragstellung zu achten ist.

Die BIO AUSTRIA Landesverbände und die Landwirtschaftskammern unterstützen und beraten Sie bei der Antragstellung in ihrer Funktion als Servicestellen. Sobald die Termine für die Online-Schulungen feststehen, werden sie auf der Website der Servicestellen veröffentlicht.

Für Fragen stehen Ihnen die Beraterinnen und Berater der Bio Verbände und Landwirtschaftskammern gerne zur Verfügung.

Landwirtschaft: Neues zur Weidepflicht – Anpassungen ab 2021

Laut EU-Bio-Verordnung müssen Raufutterverzehrer Zugang zu Weideland haben, wann immer Bodenzustand und Witterungsbedingungen dies gestatten. Bei dieser Regelung werden einzelbetriebliche Situationen berücksichtigt .

Jeder Biobetrieb muss dokumentieren, dass er die Vorgaben hinsichtlich Weide erfüllt. Für die Dokumentation steht Ihnen den Weiderechner_2020 zur Verfügung. Er dient als Hilfsmittel bei der Erhebung der Tierkategorien, der weidefähigen Flächen des Betriebes und der Überprüfung, in welchem Ausmaß zu weiden ist.

Was erwartet uns bzgl. Weidepflicht im Jahr 2021 und danach? (PDF, Stand 01.12.2020)

 

IG-Stellungnahme WEIDEREGELUNG

Sehr geehrte BiobäuerInnen und Biobauern,

in diesen Tagen wurden die Biobetriebe in Österreich über die Änderungen in der Interpretation der Weideregelung informiert – nachdem wir als Kontrollstellen natürlich als oftmals erster Ansprechpartner kontaktiert werden, wollen wir Ihnen hier unsere gemeinsame Position als IG Biokontrollstellen darlegen. Hier finden Sie unsere Stellungnahme, die wir als IG Biokontrollstellen an die österreichischen Behörden und Interessensvertreter übermittelt haben.

Die IG-Biokontrollstellen haben sich im Rahmen der Neu-Auslegung der Bio-Weide-Regelung, die sich auf Grund eines EU-Audits 2017 und einem Schreiben der EU-Kommission zur bisherigen österreichischen Auslegung (Stichwort: Weiderechner) ergab, immer mit konkreten und praxisgerechten Änderungs-Vorschlägen in die Diskussion eingebracht.

Unseres Erachtens ist die Tatsache, dass nämlich sehr viele Betriebe am Förderprogramm „Weideprämie“ teilnehmen positiv und dies muss auch in der Beurteilung der Erfüllung der EU-BIO-VO hinsichtlich Weideregelung entsprechende Berücksichtigung finden. Ebenso haben wir auf mögliche Haftungsrisiken bei Streichung von Ausnahmegründen wie die Überquerung von Bahngleisen und öffentlichen Straßen hingewiesen.

Laut der uns vorliegenden Information wird auch in anderen EU-Staaten die Weidedurchführung ähnlich wie bis dato in Österreich praktiziert, d.h. es ist oberstes Gebot, eine einheitliche EU-weite Vorgehensweise zu erzielen. Als wichtigen Schritt dazu hat die IG der Biokontrollstellen Österreich ein Rechtsattest für eine mögliche Auslegung der Weideregelung unter Berücksichtigung der derzeitigen Vorgaben und der Vorgaben der neuen EU-BIO-Verordnung, gültig ab 2021, in Auftrag gegeben.

Darüber hinaus wird in den Gremien der IG-Biokontrollstellen die weitere Vorgangsweise für die Kontrollsaison 2020 beraten, um eine einheitliche Behandlung von Härtefällen für 2020 zu gewährleisten. Diese Position werden wir gemeinsam vor den zuständigen Behörden in Österreich vertreten.

Aus den dargelegten Gründen und in Kenntnis der Praktiken in den benachbarten EU-Mitgliedsstaaten würde eine unverhältnismäßige und einseitige österreichische Verschärfung der Weideregelung zu Wettbewerbsverzerrungen führen und damit den österreichischen Biolandbau massiv und nachhaltig schädigen.

Wir werden Sie als Kontrollstelle über konkrete Änderungen laufend informieren. Als IG der Biokontrollstellen ist es für uns selbstverständlich, dass wir uns für eine richtlinienkonforme aber auch praxistaugliche Umsetzung der Weidevorgaben einsetzen!

Mit freundlichen Grüßen

Ihr BIOS-Team

Landwirtschaft: Rinder-Biostatus-Rechner

Mit Hilfe einer Excel-Anwendung lässt sich einfach und rasch feststellen, ob Ihre Rinder konventionellen oder Bio-Status haben.

Der Bio-Status-Rechner besteht aus drei Tabellenblättern, die Sie durch Klicken auf die Tabellenreiter auswählen.  Blatt 1 = Einführung, Blatt 2 = Funktion, Blatt = Rechner.

Nach Eingabe der erforderlichen Daten in den Rinder-Biostatus-Rechner erhalten Sie sofort die Information, ob es sich um ein konventionelles oder ein Bio-Rind handelt.

 

BIOS im TV: Fernsehbeitrag mit Kontrollor Mag. Lukas Hindinger-Wihan

Am Donnerstag, 25. Februar 2016 wurde auf ServusTV ein kurzer Beitrag zum Thema “BIO” ausgestrahlt, bei dem sich auch BIOS-Verarbeiter-Bereichsleiter, Hr. Mag. Lukas Hindinger-Wihan, kurz zu Wort melden durfte.

Auf YouTube ist der Beitrag abrufbar: jetzt ansehen

 

 

Landwirtschaft: Wenn Saatgut nicht in Bioqualität erhältlich ist

Bei Einsatz von konventionellem, ungebeiztem Saatgut muss vor dem Anbau im BIOS-Büro um Genehmigung angesucht werden. Verwenden Sie dazu das Formular Saatgutansuchen und faxen, mailen oder schicken Sie es an uns.

In der AGES Biosaatgut Datenbank finden Sie die aktuelle Verfügbarkeit Ihres gewünschten Saatgutes.